Gesamtprojekt in gemischter Projektphase

Aus- und Neubau zur Hochleistungstrasse – Das größte Verkehrsprojekt Deutschlands

Nürnberg – Berlin

Die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Nürnberg und Berlin ist Teil der östlichen Nord-Süd-Achse in Deutschland. Sie wird auch als „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 8“ (VDE 8) bezeichnet und zählt zur transeuropäischen Skandinavien-Italien-Magistrale. Durch den Aus- und Neubau der Strecke können die Züge nach Abschluss der Bauarbeiten 2017 mit einer Geschwindigkeit bis zu 300 km/h fahren – die Fahrzeit zwischen München und Berlin verkürzt sich auf etwa vier Stunden.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands beschloss die Bundesregierung 1991 die „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“. Der Neu- und Ausbau ist erforderlich, um die wachsenden Verkehrsmengen auch zukünftig bewältigen zu können sowie um dem Personen- und Güterverkehr eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug zu bieten. Die Verbindung vernetzt die Metropolregionen Berlin, Leipzig/Halle, Erfurt, Nürnberg und München.

Das Bauvorhaben gliedert sich in verschiedene Teilprojekte (VDE 8.1 bis
VDE 8.3), die in Streckenerweiterungen und Streckenneubauten unterteilt sind:

VDE 8.1: Das Teilprojekt erstreckt sich von Nürnberg bis Erfurt. Es beinhaltet zum einem den Ausbau des Abschnitts Nürnberg – Ebensfeld, inklusive der S-Bahngleise zwischen Nürnberg und Forchheim. Als erster Teilbereich ist seit November 2011 die Strecke Nürnberg – Fürth viergleisig in Betrieb. Zum anderen wird zwischen Ebensfeld und Erfurt eine 107 Kilometer lange, zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke neu gebaut.

Knoten Erfurt: Um die optimale Einbindung der Aus- und Neubaustrecken VDE 8.1 und 8.2 gewährleisten zu können, müssen auch der Erfurter Hauptbahnhof und seine Gleisanlagen modernisiert werden. Dort entsteht auf einer fünf Kilometer langen Baustelle im Stadtgebiet bis zur Inbetriebnahme der Neubaustrecken ein modernes ICE-Kreuz mit optimalem Regional- und Nahverkehrsanschluss. Das neue Bahnhofsgebäude ist bereits 2008 fertig gestellt worden. Ausgehend von der Investition in die Infrastruktur ist geplant, das gesamte Bahnhofsumfeld zu verändern.

VDE 8.2: Der Neubau führt von Erfurt Hauptbahnhof nach Halle (Saale) Hauptbahnhof bzw. nach Leipzig Hauptbahnhof. Im Süden von Halle (Saale) teilt sich die Strecke. Auf 123 Kilometern entstand bis Dezember 2015 eine zweigleisige Hochgeschwindigkeitsverbindung.

Knoten Halle: Die Modernisierung der Stellwerkstechnik mit dem Neubau von Gleisen, Weichen, Brücken und Bahnsteigen dient der Anbindung des Knotens Halle an das Projekt VDE 8. Außerdem entsteht auf dem Bahnhofsgelände eine der modernsten Zugbildungsanlagen Europas.

Knoten Leipzig: Zur Einbindung des Knoten Leipzig in das Projekt VDE 8 sind umfangreiche Um- und Neubauten im Streckennetz und Hauptbahnhof erforderlich. Dort entstanden unter anderem bereits sechs neue, bis zu 420 Meter lange Bahnsteige nach neuester europäischer Norm.

VDE 8.3: Inhalt dieses Teilprojektes ist die Ausbaustrecke Leipzig/Halle – Berlin. Sie ist 187 Kilometer lang und wurde samt Berliner Hauptbahnhof im Mai 2006 in Betrieb genommen.

Auf der gesamten Strecke entstehen insgesamt 27 Tunnelbauwerke und 39 Brücken. 30 Bahnhöfe werden neu gebaut oder saniert. Finanziert wird das Projekt durch den Bund, EU-Fördermittel und die Deutsche Bahn.

In sechs DB Infopunkten entlang der Strecke können Sie sich einen Überblick über das Bauprojekt verschaffen und multimediale Informationsangebote nutzen.

Zum Gesamtprojekt „Nürnberg – Berlin“ gehören die folgenden Teilprojekte:
Knoten Halle (Saale)
Knoten Leipzig
Knoten Erfurt
Erfurt – Eisenach

Aus- und Neubau zur Hochleistungstrasse – Das größte Verkehrsprojekt Deutschlands

Aktuelles

Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Website zum Bauprojekt.

Website zum Projekt

Ansprechpartner

Deutsche Bahn AG
Frank Kniestedt
Kommunikation Großprojekte
Richard-Wagner-Straße 3
04109 Leipzig

E-Mail versenden

Baubedingte Fahrplanänderungen