Projekt in der Bauphase

Der Pforzheimer Tunnel wird neu gebaut

Pforzheimer Tunnel

Der historische Pforzheimer Tunnel auf der Bahnstrecke Karlsruhe – Mühlacker ist bereits seit über 150 Jahren in Betrieb und entspricht technisch nicht mehr den heutigen Anforderungen des Bahnbetriebs. Nach Prüfung verschiedener Varianten wurde die Entscheidung für die Stilllegung des bestehenden Tunnels und für den Bau einer neuen zweigleisigen Röhre getroffen. Im August 2015 begannen die Hauptbauarbeiten.

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AKTUELLER TUNNELVORTRIEB

Montag, 20. Februar 2017, 10 Uhr: Der Kalottenvortrieb (oberes Drittel des Tunnelquerschnitts) befindet sich derzeit zwischen der Blumenthalstraße und der Roonstraße, mit einem horizontalen Abstand von ca. 28 Metern zur Roonstraße. Die Vortriebsarbeiten finden in der laufenden Woche weiterhin im Bereich zwischen der Blumenthalstraße und der Roonstraße statt.



Projekt

Auf knapp 900 Metern Länge verbindet der Pforzheimer Tunnel die Gemeinden des Kämpfelbachtals mit der Stadt Pforzheim. Unmittelbar nach dem Tunnelportal beginnt der Einfahrtsbereich zum Pforzheimer Hauptbahnhof. Der zweigleisige Tunnel wurde von 1858 bis 1860 erbaut und 1958 mit einer Oberleitungsanlage nachgerüstet. Er verfügt jedoch über einen Gleisabstand von lediglich 3,64 Metern.

Die neue zweigleisige Röhre wird parallel zum bestehenden Tunnel entstehen. Sie berücksichtigt die Vorgaben zum Gleisabstand und stellt insbesondere die Sicherheitsbestimmungen und die Vorgaben an das Rettungskonzept sicher. Außerdem wird eine Sohle eingebaut, um den Tunnel abzudichten und das Eindringen von Grundwasser zu verhindern. Die unter Denkmalschutz stehende Hachelbrücke in der Nähe des Tunnelportals Pforzheim bleibt erhalten.

Die neue Tunnelröhre wird in Spritzbetonweise gebaut. Dafür sind rund 600 Meter Arbeiten im Fels und rund 300 Meter Arbeiten im Lockergestein nötig, die im Schutze eines sogenannten Rohrschirmes stattfinden. Dieser besteht aus mehreren, nebeneinander liegenden Rohren, die für mehr Stabilität sorgen.

Die Bauarbeiten erfordern einen gewissen Eingriff in die vorhandene Natur. So mussten zum Beispiel für die Einrichtung der Baustelle Gehölze zurückgeschnitten werden. Als Ausgleich dafür werden unter anderem neue Bäume gepflanzt und nahe des Tunnelportals Ispringen entlang der Straße „Unterm Wolfsberg“ Wiesen angesät.

Der Pforzheimer Tunnel wird neu gebaut

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