Projekt in der Bauphase

Ausbau der Strecke zwischen Ludwigshafen und Saarbrücken

Paris – Ostfrankreich – Südwestdeutschland (POS)

Noch bis 2020 wird die Strecke Paris – Ostfrankreich – Südwestdeutschland (POS) ausgebaut, um höhere Streckengeschwindigkeiten und damit kürzere Reisezeiten zu ermöglichen. Auf deutscher Seite wird der sogenannte „Nordast“ – der Abschnitt zwischen Saarbrücken und Ludwigshafen – realisiert. Nach dem Ausbau sind in Teilabschnitten der Strecke Geschwindigkeiten bis 200 km/h möglich.

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Um die Europamagistrale Paris – Budapest auszubauen, fixierten Frankreich und Deutschland am 22. Mai 1992 mit einer Staatsvereinbarung in La Rochelle die Realisierung des Streckenausbaus Paris – Ostfrankreich – Südwestdeutschland, kurz POS. Ziel ist es, das französische mit dem deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz zu verbinden und damit eine grenzüberschreitende Schnellbahnverbindung zu realisieren. Bereits 2007 konnte der Zugverkehr mit dem ICE 3 zwischen Frankfurt und Paris über Saarbrücken aufgenommen werden.

Auf deutscher Seite ist der Ausbau der knapp 128 Kilometer langen Strecke zwischen Saarbrücken und Ludwigshafen vorgesehen. Auf diesem sogenannten „Nordast“ der POS (POS Nord) soll die zulässige Geschwindigkeit in einzelnen Streckenabschnitten erhöht werden. Nach Abschluss der Arbeiten sind in diesen Abschnitten statt den bisher maximal 160 km/h Geschwindigkeiten bis 200 km/h möglich. Damit kann die Fahrzeit zwischen den europäischen Metropolen Paris und Frankfurt/Main verkürzt werden.

Das Projekt wird bei laufendem Bahnbetrieb in zwei Baustufen realisiert. Zwischen Saarbrücken und Ludwigshafen wurden bereits mehrere Teilabschnitte ausgebaut, bis 2020 werden weitere folgen. Dabei werden unter anderem sogenannte Linienverbesserungen durchgeführt und der Oberbau, die Oberleitung sowie die Leit- und Sicherungstechnik der bestehenden zweigleisigen Strecke werden erneuert. Ebenso ist eine vollständige Ertüchtigung des Untergrundes vorgesehen, da dieser bisher nicht den Anforderungen an die geplante Geschwindigkeitserhöhung entspricht. Dabei wird der Boden zum Teil ausgetauscht oder mithilfe von Zement verfestigt. Darüber hinaus werden die Telekommunikationsanlagen angepasst und Brücken entlang der Strecke erneuert oder verbreitert. Zusätzlich ist für den reibungslosen und sicheren Zugverkehr geplant, auf der gesamten Strecke das europäische Zugsicherungs- und Steuerungssystem „European Train Control System (ETCS)“ zu integrieren, das langfristig alle unterschiedlichen, bisher in Europa genutzten nationalen Systeme ablösen soll. Damit bildet das ETCS den ersten einheitlichen europäischen Standard eines Zugsicherungssystems und erleichtert den grenzüberschreitenden Zugverkehr.

Daten und Fakten „POS Nord“

  • Streckenlänge: 127,8 Kilometer
    Umbauabschnitt St. Ingbert – Homburg/Saar: 18,6 km
    Umbauabschnitt Homburg – Kaiserslautern: 32,0 km
    Umbauabschnitt Neustadt (Weinstr.) – Ludwigshafen: 24,2 km
  • vorgesehene Geschwindigkeit: 200 km/h
  • Fahrzeug: ICE 3/TGV
  • Verfügbarkeit ETCS (European Train Control System): Ende 2020
  • Fertigstellung Gesamtprojekt: Ende 2020


Das Projekt wird mit Mitteln aus dem CEF-Förderprogramm durch die EU kofinanziert.

 Fazilität Connecting Europe

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Ansprechpartner

DB Netz AG

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