Projekt in der Bauphase

Erneuerung von zwei Eisenbahnbrücken

Mannheim-Friedrichsfeld

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Mannheim-Friedrichsfeld werden zwei über 100 Jahre alte Eisenbahnbrücken durch Neubauten ersetzt. Sie haben das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht und können die prognostizierte Zunahme des Eisenbahnverkehrs auch mit erheblichen Instandhaltungsarbeiten nicht bewältigen. Mit dem Neubau wird die Anbindung der gesamten Region an das Eisenbahnnetz Deutschlands und Europas sichergestellt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Sommer 2019 abgeschlossen.

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Der Eisenbahnknoten Mannheim ist der zweitgrößte in Südwestdeutschland und von zentraler verkehrstechnischer Bedeutung für die Region Rhein-Main-Neckar. Ein wichtiger Bestandsteil ist der Bahnhof Mannheim-Friedrichsfeld mit den beiden in unmittelbarer Nähe liegenden Kreuzungsbauwerken. Diese führen die Gleise der zwei Eisenbahnstrecken Frankfurt (Main) – Heidelberg-Wieblingen und Mannheim-Friedrichsfeld – Schwetzingen über die Gleise der südlichen Ein- und Ausfahrt des Mannheimer Hauptbahnhofs. Die beiden Überführungen wurden 1913 bzw. 1915 errichtet und haben nach über 100 Jahren das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht.

Da die prognostizierte und bereits heute spürbare Zunahme des Verkehrs auch mit erheblichen Instandhaltungsarbeiten an den beiden Bauwerken nicht zu bewältigen ist, werden sie zurückgebaut und neu errichtet. Dadurch wird die Anbindung der gesamten Region an das Eisenbahnnetz Deutschlands und Europas sichergestellt. Auch die zukünftige Leistungsfähigkeit der betroffenen Strecken wird somit gewährleistet.

Die beiden neuen Kreuzungsbauwerke bestehen aus sogenannten Stahlbetonvollrahmen, die die Belastungen und Einflüsse des Eisenbahnverkehrs besser als die alten Brücken aufnehmen können. Die neuen Brücken sind 57 bzw. 56 Meter lang und besitzen eine lichte Höhe von jeweils 5,80 Metern. Die Gleistrassen, die durch die Bauwerke führen, werden insgesamt leicht abgesenkt und liegen künftig maximal einen Meter tiefer.

Um notwendige Streckensperrungen auf ein Minimum zu reduzieren, werden an den Baugruben für die neuen Überführungen Hilfsbrücken errichtet. Diese ermöglichen Bauarbeiten sowohl an den unteren Gleisen als auch an den neuen Bauwerken, während die Züge die oberen Gleise weiterhin befahren können. Dabei werden erstmals fünf hintereinander liegende Hilfsbrücken auf einer Gesamtlänge von mehr als 82 Metern im Verbund eingesetzt. Um die Mindestabstände zwischen den Kreuzungsbauwerken und den Gleisen der darunter liegenden Strecken einzuhalten, werden die Gleise abgesenkt. Dafür müssen auch die Oberleitung sowie die Leit- und Sicherungstechnik angepasst werden.

Natur und Umwelt

Im Raum Karlsruhe-Mannheim sind nahezu alle größeren Bahnareale von der Mauereidechse besiedelt. Um einen Verlust von Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu verhindern, werden Flächen außerhalb des Baufeldes durch das Freilegen von stark bewachsenen Böschungsbereichen und die Anlage von zusätzlichen Lebensräumen dauerhaft erweitert und aufgewertet. Ein Reptilienschutzzaun verhindert, dass Eidechsen während der Bauzeit wieder in das Baufeld einwandern können und dort zu Schaden kommen. Nach dem Ende der Bauarbeiten werden die Reptilienschutzzäune wieder entfernt. Das Umfeld der neu errichteten Brücken steht dann wieder als Lebensraum für die Mauereidechse zur Verfügung.

Erneuerung von zwei Eisenbahnbrücken

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Ansprechpartner

DB Netz AG
Jürgen Friedmann

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