Projekt in der Bauphase

Aktiver und passiver Schallschutz zur Reduzierung von Schienenverkehrslärm

Lärmsanierung Sachsen-Anhalt

Mit der Lärmsanierung hat der Bund 1999 ein freiwilliges Investitionsprogramm eingerichtet. Damit werden bundesweit lärmbelastete Strecken im Bestandsnetz der Deutschen Bahn mit aktivem und passivem Schallschutz ausgestattet. Für Sachsen-Anhalt sind insgesamt 16 Teilprojekte mit 38 Kilometern Streckenlänge im Lärmsanierungsprogramm enthalten.

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Lärmsanierung in Sachsen-Anhalt
Im Rahmen des Investitionsprogramms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ wurden in den Jahren 2001 bis 2015 in Sachsen-Anhalt bereits acht Teilprojekte realisiert. Dabei wurden 22 Kilometer Eisenbahnstrecke vollständig lärmsaniert. 2,5 Kilometer Schallschutzwände wurden anteilig errichtet; weitere 4,2 Kilometer befinden sich in der Planung oder bereits im Bau. Dort, wo aktiver Schallschutz in Form von Lärmschutzwänden nicht ausreicht, wurden zusätzlich passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. So wurden in etwa 235 Wohnungen schalldämmende Fenster und Lüfter eingebaut sowie Dachsanierungen durchgeführt. Vorteil für die Anwohner der Städte und Gemeinden: Sie werden deutlich vom Schienenverkehrslärm entlastet.

Von 2016 bis 2019 werden in Sachsen-Anhalt an zwei Ortsdurchfahrten aktive Schallschutzmaßnahmen realisiert – in Schönebeck (Elbe) Felgeleben und im Knoten Magdeburg Ost. Weitere vier Orte wie Naumburg (Saale) werden schalltechnisch untersucht. Detaillierte Informationen dazu können Sie dem PDF-Dokument unter „Downloads“ entnehmen.

Was ist das Investitionsprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“?
Im Bundes-Immissionsschutzgesetz ist der Schutz vor Verkehrslärm bei Neu- und Ausbauvorhaben seit 1974 geregelt, für bestehende Strecken gelten diese Bestimmungen jedoch nicht. Um die Lärmsituation auch in stark belasteten Ortsdurchfahrten deutlich zu verbessern, hat die Bundesregierung das freiwillige Investitionsprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ ins Leben gerufen.

Auf dem 33.500 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3.700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bundesweit sind aktuell in 1.645 Ortslagen Lärmsanierungsarbeiten in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen. Seit Beginn des Programms wurden 1.500 Kilometer besonders lärmbelasteter Strecken saniert. Dafür wurden rund 610 Kilometer Schallschutzwände errichtet und in 55.300 Wohnungen Schallschutzfenster eingebaut.

Wer entscheidet über die Lärmsanierung und welche Grenzwerte müssen gegeben sein?
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur entscheidet in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bahn AG, in welcher Reihenfolge Lärmsanierungsprojekte realisiert werden. Dafür werden sogenannte Priorisierungskennziffern (PKZ) genutzt. Anhand der PKZ wird errechnet, wo eine besonders hohe Wirkung des Lärmschutzes erreicht werden kann. Je höher die erreichbare Lärmminderung und die Anwohnerzahl, desto höher auch die Kennziffer. Die Streckenabschnitte mit hohen Kennziffern werden bevorzugt saniert.

Dabei sieht die sogenannte „Förderrichtlinie der Lärmsanierung an Schienenwegen“ in Wohngebieten Lärmschutzmaßnahmen vor, wenn es bei zu schützenden Gebäuden zu Überschreitungen von 67 dB(A) am Tag beziehungsweise 57 dB(A) in der Nacht kommt. Für Kern-, Dorf- und Mischgebiete beträgt der Grenzwert 69 dB(A) am Tag und 59 dB(A) in der Nacht.

Aktiver und passiver Schallschutz zur Reduzierung von Schienenverkehrslärm

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Ansprechpartner

DB Netz AG
Alexander Pawlik
Leiter Portfolio Lärmsanierung
Richelstraße 3
80634 München

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