Projekt in der Bauphase

Aktiver und passiver Schallschutz zur Reduzierung von Schienenverkehrslärm

Lärmsanierung Baden-Württemberg

Mit der Lärmsanierung hat der Bund 1999 ein freiwilliges Investitionsprogramm eingerichtet. Damit werden bundesweit lärmbelastete Strecken im Bestandsnetz der Deutschen Bahn mit aktivem und passivem Schallschutz ausgestattet. Für Baden-Württemberg sind derzeit insgesamt 195 Teilprojekte mit 440 Kilometern Streckenlänge im Lärmsanierungsprogramm enthalten.

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Lärmsanierung in Baden-Württemberg

Im Rahmen des Investitionsprogramms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ wurden in den Jahren 2001 bis 2016 in Baden-Württemberg bereits 132 Teilprojekte realisiert. Dabei wurden 266 Kilometer Eisenbahnstrecke vollständig lärmsaniert. 113,1 Kilometer Schallschutzwände wurden anteilig errichtet; weitere 19,8 Kilometer befinden sich in der Planung oder bereits im Bau. Dort, wo aktiver Schallschutz in Form von Lärmschutzwänden nicht ausreicht, wurden zusätzlich passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. So wurden in etwa 7.369 Wohnungen schalldämmende Fenster und Lüfter eingebaut sowie Dachsanierungen durchgeführt. Vorteil für die Anwohner der Städte und Gemeinden: Sie werden deutlich vom Schienenverkehrslärm entlastet.

Von 2016 bis 2020 werden in Baden-Württemberg an 16 Ortsdurchfahrten aktive Schallschutzmaßnahmen realisiert. Dazu gehören unter anderem Offenburg, Esslingen und der Knoten Heilbronn. Weitere zehn Orte wie Boxberg und Wittighausen werden schalltechnisch untersucht. Detaillierte Informationen dazu können Sie dem PDF-Dokument unter „Downloads“ entnehmen.

Was ist das Investitionsprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“?

Im Bundes-Immissionsschutzgesetz ist der Schutz vor Verkehrslärm bei Neu- und Ausbauvorhaben seit 1974 geregelt, für bestehende Strecken gelten diese Bestimmungen jedoch nicht. Um die Lärmsituation auch in stark belasteten Ortsdurchfahrten deutlich zu verbessern, hat die Bundesregierung das freiwillige Investitionsprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ ins Leben gerufen.

Auf dem rund 34.000 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind rund 3.700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bundesweit wurden bis Ende 2016 bereits in 1.162 Ortslagen Lärmsanierungsarbeiten durchgeführt. Seit Beginn des Programms wurden 1.600 Kilometer besonders lärmbelasteter Strecken saniert. Dafür wurden über 649 Kilometer Schallschutzwände errichtet und in 56.748 Wohnungen Schallschutzfenster eingebaut.

Wer entscheidet über die Lärmsanierung und welche Grenzwerte müssen gegeben sein?

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) entscheidet in Zusammenarbeitet mit der Deutschen Bahn AG, in welcher Reihenfolge Lärmsanierungsprojekte realisiert werden. Dafür werden sogenannte Priorisierungskennziffern (PKZ) genutzt. Anhand der PKZ wird errechnet, wo eine besonders hohe Wirkung des Lärmschutzes erreicht werden kann. Je höher die erreichbare Lärmminderung und die Anwohnerzahl, desto höher auch die Kennziffer. Die Streckenabschnitte mit hohen Kennziffern werden bevorzugt saniert.

Dabei sieht die sogenannte „Förderrichtlinie der Lärmsanierung an Schienenwegen“ in Wohngebieten Lärmschutzmaßnahmen vor, wenn es bei zu schützenden Gebäuden zu Überschreitungen von 67 dB(A) am Tag beziehungsweise 57 dB(A) in der Nacht kommt. Für Kern-, Dorf- und Mischgebiete beträgt der Grenzwert 69 dB(A) am Tag und 59 dB(A) in der Nacht.

Aktiver und passiver Schallschutz zur Reduzierung von Schienenverkehrslärm

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Ansprechpartner

DB Netz AG
Alexander Pawlik
Leiter Portfolio Lärmsanierung
Richelstraße 3
80634 München

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