Projekt in der Bauphase

Zur Beschleunigung des Eisenbahnverkehrs entsteht eine Umfahrungsspange um den Schwarzkopftunnel

Hanau – Nantenbach

Schwerpunkt des Projekts ist die Umfahrung des über 160 Jahre alten Schwarzkopftunnels. Hier entsteht bis Ende 2017 eine zweigleisige Ausbaustrecke mit vier Tunnelbauwerken. Die zugelassene Geschwindigkeit wird dadurch auf 150 km/h erhöht. Dies ermöglicht künftig schnellere Verbindungen im Personen- und Güterverkehr.

Die Ausbaustrecke Hanau – Nantenbach ist Bestandteil der rund 112 Kilometer langen Main-Spessart-Bahn zwischen Hanau und Würzburg. Die traditionsreiche Strecke ist bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb und wird täglich von über 200 Zügen genutzt. Unterteilt in sechs Planfeststellungsabschnitte wird eine leistungsfähige und schnelle Verbindung für den wachsenden internationalen Reise- und Güterverkehr geschaffen. In Verbindung mit dem Umbau werden entlang der Strecke die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert, vier neue Überführungen bzw. Trogbauwerke errichtet sowie am Ortsrand Heigenbrücken ein neuer Haltepunkt gebaut. An den Bahnhöfen Partenstein, Laufach und Hösbach werden die Bahnsteige erneuert.

Schwerpunkt der Bauarbeiten ist die Umfahrung des rund 160 Jahre alten Schwarzkopftunnels zwischen Laufach und Heigenbrücken, wodurch Gemeinden entlang der Strecke deutlich entlastet werden. Denn durch die überwiegende Tunnellage wird die Schallsituation erheblich verbessert. In Heigenbrücken ist die Entlastung besonders groß, da mit der neuen Trassenführung der Schienenverkehr im Ort wegfällt.

Außerdem macht die derzeit zulässige Geschwindigkeit von 70 km/h den Schwarzkopftunnel zu einem Nadelöhr im Verkehrsnetz. Durch den Streckenumbau sind Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h möglich.

Geplant ist eine zweigleisige, rund acht Kilometer lange Ausbaustrecke mit den vier folgenden Tunnelbauwerken.

Tunnel Falkenberg: Das größte Bauwerk der Umfahrung ist der Tunnel Falkenberg. Er ist rund 2,6 Kilometer lang und beginnt in Heigenbrücken im Anschluss an den künftigen Haltepunkt und endet westlich an der Südflanke des Falkenbergs. Er besteht aus zwei eingleisigen, parallel verlaufenden Röhren, die in bergmännischer Bauweise errichtet werden. Verbunden sind die Röhren in regelmäßigen Abständen durch fünf Querstollen.

Tunnel Hirschberg: Südwestlich des Schwarzbachs schließt der Hirschbergtunnel an. Die beiden Röhren des Bauwerks sind 375 bzw. 525 Meter lang und enden kurz vor der Querung mit dem Etzbach. Die längere südliche Röhre wird in bergmännischer Bauweise, die nördliche in offener Bauweise errichtet.

Tunnel Metzberg: Westlich des Etzbachs beginnt der 629 Meter lange Tunnel Metzberg, der kurz vor der kreuzenden B26 endet. Die Arbeiten werden hier größtenteils in bergmännischer Bauweise durchgeführt. Einzig hinter den Tunnelportalen wird jeweils ein Abschnitt in offener Bauweise errichtet.

Tunnel Hain: Der Tunnel Hain ist das zweitlängste der vier Bauwerke. Er misst 745 Meter und verläuft weitestgehend parallel zur vorhandenen Strecke. Die östliche Einfahrt befindet sich unweit der Sportanlagen des DJK Hain und TC Hain. Südlich des Ortsteils Hain der Gemeinde Laufach endet das Portal. Der Tunnel besteht aus einem rechteckigen Rahmen und ist in zwei Kammern unterteilt, die in offener Bauweise errichtet werden.

Zur Beschleunigung des Eisenbahnverkehrs entsteht eine Umfahrungsspange um den Schwarzkopftunnel

Aktuelles

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