Projekt in der Bauphase

Ausrüstung der Strecke mit einem europäisch einheitlichen Zugsicherungssystem

Erzingen – Konstanz ETCS

Einzelne Abschnitte der Strecke zwischen Erzingen (Baden) und Konstanz werden mit den Zugsicherungssystemen „European Train Control System (ETCS)“ und „EuroSignum/EuroZUB“ (nationales System der Schweiz) ausgerüstet. Dadurch wird die Zuverlässigkeit im grenzüberschreitenden Bahnbetrieb gesteigert und ein durchgehender grenzüberschreitender Verkehr ohne technische Barrieren ermöglicht. Die Bauarbeiten begannen im November 2016.

Infomail zum Projekt bestellen

Die Eisenbahnstrecke zwischen Erzingen (Baden) und Konstanz ist Teil der sogenannten Hochrheinbahn von Basel über Waldshut, Schaffhausen und Singen (Hohentwiel) nach Konstanz. Sie verläuft teilweise auf deutschem und teilweise auf schweizerischem Gebiet. Derzeit ist die Strecke mit dem Schweizer Zugsicherungssystem „Integra-Signum“ und der deutschen Zugsicherung PZB (punktförmige Zugbeeinflussung) ausgestattet.

Für einen durchgehenden grenzüberschreitenden Zugverkehr ohne technische Barrieren werden einzelne Abschnitte der Strecke mit den Zugsicherungssystemen „European Train Control System (ETCS)“ sowie „EuroSignum/EuroZUB“ (nationales System der Schweiz) ausgerüstet und damit das bisherige Schweizer Zugsicherungssystem „Integra“ abgelöst. Beide neuen Systeme verwenden dabei dieselbe technische Ausrüstung. Somit können auch künftig Schweizer Züge bis in den Bahnhof Singen (Hohentwiel) und den Grenzbahnhof Konstanz fahren.

Im Rahmen des Projekts sind unter anderem Kabeltiefbauarbeiten an den Streckenabschnitten Schaffhausen – Erzingen/Thayngen, Thayngen (ab Grenze D/CH) – Singen (Hohentwiel), Kreuzlingen – Konstanz und in den deutschen Bahnhöfen Gottmadingen, Singen (Hohentwiel) sowie Konstanz notwendig. Die bisherigen Schweizer Gleismagnete, die der Übertragung von Signalen ins Fahrzeug dienten, werden auf den Grenzbetriebsstrecken in Deutschland und in den Bahnhöfen Gottmadingen, Singen (Hohentwiel) und Konstanz ausgebaut. Die flächendeckend in Deutschland verwendete Zugsicherung PZB bleibt unverändert bestehen.

Weiterhin werden unter anderem sieben Kabelquerungen, 50 Kabelschächte und rund 1.320 Meter Kabelkanäle neu gebaut.

Was ist das „European Train Control System (ETCS)”?

Europaweit gibt es derzeit über 20 verschiedene Zugsicherungssysteme. Diese Systeme dienen der Sicherung von Zugfahrten, indem sie Züge kontrollieren und notfalls stoppen können. Diese Vielfalt bedeutet jedoch, dass alle Züge, die über Landesgrenzen hinweg fahren, an den meist virtuellen Systemgrenzen anhalten, um manuell auf das vorausliegende Zugbeeinflussungssystem umzuschalten. Dieser Umschaltvorgang ist zeitaufwendig und kostet Energie.

Das „European Train Control System (ETCS)“ ist ein europaweit einheitliches Zugbeeinflussungssystem. Ziel des ETCS ist es, die Vielfalt der in Europa eingesetzten Systeme abzulösen und einen einheitlichen europäischen Standard einzuführen. Diese Harmonisierung der Systeme und Prozesse steigert die Zuverlässigkeit im grenzüberschreitenden Bahnbetrieb und ermöglicht einen durchgehenden Verkehr über die Grenzen hinweg, ohne technische Barrieren.

Ausrüstung der Strecke mit einem europäisch einheitlichen Zugsicherungssystem

Mediagalerie

1 von 3

Ansprechpartner

DB Netz AG
Wilko Behrend
Projektleiter
Schwarzwaldstraße 86
76137 Karlsruhe

E-Mail versenden