Projekt in der Planungsphase

Drei Bahnübergänge werden ersetzt

Oschersleben Eisenbahnüberführung

Ende Mai 2016 begannen die Arbeiten für die neue Straßenunterführung der B 246 (Magdeburger/Schermcker Straße), die künftig drei Bahnübergänge in Oschersleben ersetzt. Die Straße verläuft dann in einem Trog unter der Bahnstrecke. Damit kann der Straßenverkehr ohne Schrankenstopp ungehindert fließen.

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Das Stadtgebiet von Oschersleben wird von der Bahnstrecke Magdeburg – Halberstadt durchquert. Insgesamt fünf Bahnübergänge ermöglichen derzeit die Kreuzung der Gleise für Autos, Radfahrer und Fußgänger. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an diesen Übergängen, insbesondere an der Bundesstraße B 246 im Bereich der Magdeburger/Schermcker Straße, staut sich der Verkehr immer wieder an den geschlossenen Schranken.

Um den Straßenverkehr flüssig zu halten, wird der Bahnübergang „Magdeburger/Schermcker Straße“ (B 246) von einer Eisenbahnüberführung ersetzt. Unter der neuen zweigleisigen Eisenbahnbrücke entsteht ein sogenanntes Trogbauwerk als Straßenunterführung mit separaten, im Vergleich zur Straße erhöhten Fuß- und Radwegen.

Mit Fertigstellung der neuen Straßenunterführung „Magdeburger/Schermcker Straße“ werden die benachbarten Bahnübergänge an der Anderslebener Straße und an der Fabrikstraße geschlossen. Die Straßen werden zu Sackgassen mit Wendemöglichkeit unmittelbar vor den Bahnanlagen umgebaut. Die Anderslebener Straße wird zudem im Bereich der Anbindung an die Unterführung höhenmäßig angepasst.

Das Projekt ist eine so genannte Kreuzungsmaßnahme. Nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz sind die DB Netz AG, die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt als Vertreterin des Bundes und die Stadt Oschersleben beteiligt. Sie planen und realisieren das Projekt gemeinsam.

Bau der Eisenbahnüberführung Magdeburger/Schermcker Straße

Bevor die Baugrube erstellt werden kann, ist der Einbau von Hilfsbrücken für die beiden Bahngleise notwendig. Mit den Hilfsbrücken können die beiden Streckengleise während der Bauzeit der Eisenbahnüberführung in Betrieb bleiben – bis auf kurze Sperrungen, die für den Ein- und Ausbau der Hilfsbrücken benötigt werden. Die Baugrube für die Eisenbahnbrücke und die anschließenden Trogbauwerke werden mit wasserdichten, verankerten Spundwänden umschlossen.

Die Eisenbahnüberführung ist – bautechnisch gesehen – ein geschlossener Stahlbetonrahmen. Dieses Rahmenbauwerk wird nördlich der Bahnstrecke vorgefertigt und anschließend während einer betrieblichen Sperrung der Gleise auf einer sogenannten Verschubbahn in die endgültige Lage eingeschoben. Vor dem Verschub werden die Hilfsbrücken der beiden Bahngleise zurückgebaut. Wenn das Betonbauwerk nach dem Verschub seine endgültige Lage erreicht hat, können darauf die beiden Streckengleise wieder hergestellt werden.

Die an das Rahmenbauwerk anschließenden Straßenrampen werden als Stahlbetontröge ausgeführt. Im Straßentrog wird ein Pumpenschacht für die Straßenentwässerung integriert. Das Regenwasser wird in einen ebenfalls neu zu bauenden Sedimentationsgraben abgeleitet.

Natur und Umwelt

Um Baufreiheit zu schaffen, mussten unter anderem Gehölze zurückgeschnitten werden. Als Ausgleich dafür sind zahlreiche Arbeiten im Rahmen des Umwelt- und Landschaftsschutzes geplant.

Drei Bahnübergänge werden ersetzt

Ansprechpartner

DB Netz AG
Steffen Burkhardt
Referent Kommunikation
Großer Brockhaus 5
04103 Leipzig

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