Projekt in gemischter Projektphase

Die Strecke wird elektrifiziert und abschnittsweise zweigleisig ausgebaut

München – Mühldorf – Freilassing – Grenze (D/A)

Die vorhandene, größtenteils eingleisige und nicht elektrifizierte Strecke hat die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Der teilweise zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing einschließlich der abzweigenden Strecke Tüßling – Burghausen sind von großer Bedeutung für den Personen- sowie für den Güterverkehr im südostbayerischen Raum. Darüber hinaus ist die Strecke Teil der europäischen Magistrale im Bereich des Rhein-Donau-Korridors. Mit dem Ausbau wird die Kapazität der Strecke erhöht, um den prognostizierten Anstieg des Schienenverkehrs auf der Verbindung bewältigen zu können. Die Strecke wird abschnittsweise ausgebaut. Der zweigleisige Ausbau von Ampfing über Mühldorf bis nach Tüßling ist bereits abgeschlossen. Der Abschnitt Freilassing – Salzburg erhält derzeit ein zusätzliches drittes Gleis. Weitere Projektabschnitte befinden sich in der Planungsphase.

Die Strecke München – Mühldorf – Freilassing – Grenze (D/A) ist Teil der europäischen Magistrale im Bereich des Rhein-Donau-Korridors und im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten.

Ziele des Streckenausbaus

Mit dem teilweise zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung werden die Voraussetzungen für einen modernen Schienenverkehr geschaffen: So können zum einen die Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr zwischen München und Salzburg erhöht werden. Zum anderen sind auf der Strecke zwischen München und Salzburg über Mühldorf kürzere Reisezeiten möglich, im Vergleich zur Verbindung über Rosenheim. Das „bayerische Chemie-Dreieck“ der Landkreise Altötting, Mühldorf und Traunstein erhält durch den Ausbau ebenfalls eine marktgerechte Schienenanbindung. Zusätzlich wird die Brennerzulaufstrecke München – Kufstein (– Innsbruck) im Streckenabschnitt München – Rosenheim entlastet.

Geplante Arbeiten

Das Bauvorhaben umfasst den zweigleisigen Ausbau zwischen Markt Schwaben und Tüßling. Außerdem wird die Strecke von Markt Schwaben über Mühldorf bis Freilassing, einschließlich des Abzweigs von Tüßling nach Burghausen, durchgehend elektrifiziert. Zwischen Freilassing und Salzburg wird ein drittes Gleis gebaut, um den S-Bahn-Verkehr zu verdichten und vom übrigen Zugverkehr zu entflechten. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke wird abschnittsweise auf 160 km/h angehoben. In den Bahnhöfen Hörlkofen, Thann-Matzbach, Walpertskirchen, Dorfen und Schwindegg werden barrierefreie Bahnsteiganlagen neu gebaut. Die Anwohner an der Strecke erhalten Schallschutz.

Bereits realisierte Arbeiten

Neben einem Elektronischen Stellwerk (ESTW) im Bahnhof Dorfen konnte 2003 auch die Umfahrung von Berg am Laim (München) fertiggestellt werden. Ende 2010 ist der zweigleisig ausgebaute Abschnitt Ampfing – Altmühldorf samt neuer Station und Schallschutzanlagen in Betrieb genommen worden. Im Streckenabschnitt Altötting – Burghausen wurden bis April 2011 neue Stationen und ein zusätzliches Kreuzungsgleis in Kastl gebaut. Außerdem wurde dieser Abschnitt mit Elektronischer Stellwerkstechnik (ESTW-Technik) ausgerüstet. Der rund elf Kilometer lange Abschnitt zwischen Altmühldorf und Tüßling wurde zwischen 2013 und 2017 zweigleisig ausgebaut und modernisiert. Dort entstanden neue Brücken über den Innwerkkanal und den Inn. Die Bahnhöfe Mühldorf und Tüßling wurden barrierefrei ausgebaut.


Das Projekt wird mit Mitteln aus dem CEF-Förderprogramm durch die EU kofinanziert.

Fazilität Connecting Europe TEN

Die Strecke wird elektrifiziert und abschnittsweise zweigleisig ausgebaut

Aktuelles

Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Website zum Bauprojekt.

Website zum Projekt